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Vom Nutzen der Angst

Foto eines Zettels mit handschriftlichen Notizen

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Das Gefühl der Angst ist Jedem vertraut. Beispielsweise die Angst vor einer Prüfung, vor dunklen Gassen, großen Hunden oder davor, vor Publikum eine Rede zu halten. Diese Ängste sind meist verbunden mit körperlichen und seelischen Empfindungen, wie z.B. starkem Herzklopfen, feuchten Händen oder Zittern in der Stimme. Obwohl diese Gefühle durchweg als unangenehm empfunden werden, können doch die meisten Menschen recht gut damit umgehen. Sie werden als normale Reaktion auf eine ungewöhnliche oder selten auftretende Situation betrachtet und verlieren so ihre Bedrohlichkeit.

Angst ist eine natürliche Gefühlsregung, die alle Menschen, ebenso wie Gefühle der Freude, des Zorns oder der Traurigkeit, ein Leben lang begleiten wird. In vielen Fällen kann die Angst, wenn sie in einem überschaubaren Rahmen bleibt, sogar sehr nützlich sein. Bei Prüfungen sorgt sie z.B. dafür, dass man sich besser vorbereitet, und dunkle Straßen können Gefahr bedeuten, der man lieber aus dem Wege gehen sollte. Angst verhilft zu einer risikobewussten Auseinandersetzung mit der Umwelt und schützt so im Alltag vor Gefahren.

Vorbereitung des Körpers auf Kampf oder Flucht

Foto: Eine Person in einem TunnelDas mit der Angst einhergehende verstärkte Herzklopfen ist Zeichen dafür, dass das Herz mehr Blut durch den Körper pumpt, die Muskeln dadurch besser mit Sauerstoff versorgt werden und der Körper auf eine eventuell notwendige schnelle Reaktion vorbereitet wird. So hatte die Angst im Laufe der Entwicklung der Menschheit immer auch die Funktion, uns "stark" zu machen für Kampf oder Flucht. Waren es früher die wilden Tiere, die eine solche Reaktion nötig machten, ist es heute eher die moderne Gesellschaft mit all ihren Leistungsansprüchen und Erwartungen an den Einzelnen.

Angst kann also durchaus ihren Nutzen haben, solange sie ein gewisses Ausmaß nicht überschreitet. Übersteigerte Angstgefühle hingegen lähmen unsere Denk- und Handlungsfähigkeit und können das Lebensgefühl und damit die Lebensqualität in erheblichem Umfang beeinflussen. Wenn Angst außer Kontrolle gerät, verliert sie ihre sinnvolle Alarmfunktion und kann zur Krankheit werden.

Bild mit vier Sätzen zur Angst

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