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Die biologische Grundlage für die Entstehung von Angst
Für die Entstehung der Angst sind bestimmte Regionen im Gehirn verantwortlich, die in feiner Abstimmung zueinander die Empfindlichkeit des Alarmsystems Angst bestimmen.

Ein illustratives Beispiel:
Auf einen Postboten kommt in großen Sprüngen ein Hund zugelaufen. Das Bild des rennenden und bellenden Hundes wird über das Auge und Ohr des Postboten direkt in die "Alarmzentrale" (limbisches System) seines Gehirns geleitet. Diese Zentrale, die schon in der Zeit der Höhlenmenschen das Überleben garantierte, verändert in wenigen Sekunden das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen.
Ohne dass es der Postbote beeinflussen kann, geht in diesem eng umschriebenen Zellgebiet seines Gehirns, dem so genannten Mandelkern, die Warnlampe an. Gleichzeitig werden die Systeme alarmiert, die den Körper auf Kampf und Flucht einstellen.
Mithilfe von Botenstoffen wie z.B. Adrenalin oder Serotonin und Stresshormonen wird der Blutdruck in die Höhe gepeitscht, die Schweißproduktion gesteigert, der Herzschlag beschleunigt und die Muskulatur angespannt.
Im Vergleich hierzu arbeitet das System der Angstkontrolle - die Vernunft - etwas verlangsamt. Sachliches, vernünftiges (Be-)Denken wird im vorderen Bereich des Gehirns geleistet. Von hier aus wird das Ereignis "heranstürmender Hund" genauer analysiert. Hierbei wird u. a. im Gedächtnis blitzschnell nach vergangenen Erlebnissen mit Hunden gefahndet. Sind diese positiv und der Hund wird beim näheren Betrachten als freundlich erachtet, wird das Alarmsystem sofort heruntergefahren und die Angstgefühle nehmen schnell spürbar ab.
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