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Angst als Krankheit
Bei Menschen, die unter einer Angsterkrankung leiden, ist das Alarmsystem in andauernder Hab-Acht-Stellung, obwohl keine wirklichen äußeren Gründe vorliegen. Die innere Warnlampe leuchtet ständig und die Systeme, die den Körper auf Kampf und Flucht einstellen, sind in andauerndem Erregungszustand. Dies äußert sich typischerweise in einem anhaltenden Gefühl der Sorge, inneren Unruhe und Anspannung.

Nach heutigem Kenntnisstand basieren Angsterkrankungen darauf, dass das Gleichgewicht der Systeme, die für Alarm und Warnung beziehungsweise Entwarnung stehen, instabil geworden ist.
Dies kann daran liegen, dass
- die "Alarmzentrale Mandelkern" überaktiv ist,
- das ganze Warnsystem zu sensibel eingestellt ist und damit auch auf kleinste Ereignisse überschießend reagiert,
- das beruhigende System der Vernunft, die körpereigene Angstkontrolle, zu schwach eingestellt ist, so dass die Botschaften der Entwarnung "überhört" werden und damit wirkungslos bleiben.
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