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Generalisierte Angststörung und Panikstörung
Immer in Sorge - die Generalisierte Angststörung
Die Generalisierte Angststörung beginnt meist schleichend und steht oft in Zusammenhang mit starken Belastungen im Privat- oder Berufsleben, die über einen langen Zeitraum andauern. Sie ist geprägt von ständigen Sorgen oder Befürchtungen, oft über Monate hinweg, verbunden mit anhaltender innerer Unruhe und vielfältigen körperlichen Symptomen. Dabei richten sich die Sorgen meist nicht nur auf eine bestimmte Sache oder Situation, sondern wechseln beständig und sind geprägt von einem Gefühl der Ausweglosigkeit, des Ausgeliefertseins und von Katastrophengedanken. Die Betroffenen sorgen sich auch nicht nur um sich selbst, sondern vor allem um Andere, die Kinder, den Ehepartner, die alten Eltern. An Schlaf ist kaum noch zu denken, da sie fast zwanghaft über ihre Sorgen nachdenken müssen.
Typisch für diese Form von Angststörung ist ein dauerndes und anhaltendes Angstgefühl ("frei flottierend"). Die Angst ist einfach da, man weiß nicht warum, woher sie kommt oder warum sie nicht weggeht. Menschen mit einer generalisierten Angststörung sind häufig sehr schreckhaft und haben immer das Gefühl, gehetzt und "kurz vor dem Durchdrehen" zu sein.
Begleitet wird die generalisierte Angststörung häufig von seelischen und körperlichen Problemen wie z.B. der Unfähigkeit abzuschalten, Ruhelosigkeit, Nervosität, Schreckhaftigkeit, schneller Erschöpfbarkeit, Schlafstörungen, Herzrasen, Schweißausbrüchen, Schwindel, Magenbeschwerden oder Muskelverspannungen.
Durchschnittlich sieben Jahre bis zur richtigen DiagnoseGerade weil die körperlichen Symptome scheinbar im Vordergrund stehen, bringen Betroffene häufig einen wahren "Ärztemarathon" hinter sich, bevor festgestellt wird, was ihnen wirklich fehlt. Im Durchschnitt dauert es sieben Jahre vom Beginn der ersten Krankheitszeichen bis zur richtigen Diagnose.
Dabei ist die Generalisierte Angststörung gut behandelbar, vor allem dann, wenn sie frühzeitig erkannt wird. Dauert sie hingegen unbehandelt über Jahre an, erkrankt mehr als die Hälfte der Patienten zusätzlich noch an einer Depression.
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel - die Panikstörung
Die Panikstörung ist - im Gegensatz zur Generalisierten Angststörung - gekennzeichnet von plötzlich und unerwartet auftretenden Episoden massiver, panikartiger Angstgefühle. Die Panikattacke ist ein plötzlicher, sehr intensiver und zeitlich begrenzter Angstanfall. Innerhalb weniger Minuten erreicht die Angst ihren Höhepunkt - der Betroffene glaubt aufgrund der extremen körperlichen Reaktionen sterben zu müssen. Herzklopfen, Schmerzen in der Brust, Erstickungsgefühle und Schwindelanfälle nehmen ein nicht gekanntes Ausmaß an. Die Panikattacke hält meist einige Minuten an, kann in einigen Fällen aber auch Stunden dauern. Zwischen den einzelnen Attacken liegen weitgehend angstfreie Zeiträume.
Panikattacken können bei allen Formen von Angststörungen auftreten. Wenn es immer wieder zu unerwarteten, nicht durch äußere Umstände ausgelösten Panikattacken kommt, spricht man von einer Panikstörung.
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