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Verhaltenstherapie als erprobte Methode
Was ist eine Verhaltenstherapie?
Die kognitive Verhaltenstherapie hat sich als wirksamstes psychotherapeutisches Vorgehen erwiesen und gilt als psychotherapeutische Methode der ersten Wahl. Sie wird von Diplompsychologen sowie Ärzten mit psychotherapeutischer Ausbildung, wie z.B. Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie bzw. Nervenheilkunde, oder auch Ärzten mit der Zusatzbezeichnung "Psychotherapie" durchgeführt. Die Verhaltenstherapie zielt darauf ab, problematische Denk- und Verhaltensweisen aufzudecken und den Betroffenen dabei zu unterstützen, neue Denkmuster und Verhaltensweisen zu erlernen.
Welche verhaltenstherapeutischen Methoden gibt es?
In Gesprächen mit dem Arzt oder Psychologen wird zunächst geklärt, welche Situationen die Angst und die Sorgen auslösen bzw. wann und warum sie manchmal besonders stark und ein anderes Mal schwächer ist. Vielleicht wird der Therapeut Sie dazu auffordern, ein Angsttagebuch zu führen, das Sie bei der Selbstbeobachtung unterstützt und wichtige Hinweise für die zu wählende verhaltenstherapeutische Methode gibt.
Gemeinsam wird dann ein Therapieziel festgelegt, das mit verschiedenen verhaltenstherapeutischen Methoden erreicht werden soll. Die verhaltenstherapeutischen Methoden sind vielfältig und umfassen unter anderem:
- Psychoedukation und Aufklärung,
- kognitive Methoden (z.B. kognitive Umstrukturierung),
- Expositionsverfahren, wie z.B. Flooding oder systematische Desensibilisierung.
Im Rahmen von Expositionsverfahren werden Patienten der Angst ausgesetzt. In der Behandlung von Angststörungen ist dies ein besonders wichtiges Therapieelement. Mithilfe des Arztes oder Psychologen setzen Sie sich in genau geplanten Schritten einer Situation aus, die bei Ihnen die Angst auslöst. Der Therapeut hilft Ihnen, in dieser Situation zu verbleiben, um zu erfahren, dass Ihre schlimmsten Befürchtungen nicht wahr werden, dass die Angst von alleine nachlässt und dass Ihnen in der Situation nichts Schlimmes passiert.
Diese Übungen werden so oft wie möglich wiederholt, damit Sie Schritt für Schritt lernen, dass Sie selbst die Situation, Ihre Gedanken und Gefühle beeinflussen und damit Ihre Angst aktiv eindämmen können.
Konkret kann es sein, dass Ihr Arzt oder Psychologe mit Ihnen zunächst eine gedankliche Exposition durchführt ("in sensu"). Dabei wird versucht, Sie zunächst auf gedanklicher Ebene mit Ihrer Angst zu konfrontieren. Im weiteren Verlauf kann dann eine tatsächliche Exposition ("in vivo") durchgeführt werden. So wird Ihr Arzt oder Psychologe versuchen, Sie beispielsweise wieder schrittweise an das Fahren mit der U-Bahn heranzuführen, indem er Sie in mehreren Sitzungen dorthin begleitet und schließlich mit Ihnen U-Bahn fährt.
Die kognitive Umstrukturierung umfasst vor allem gedankliche Übungen, die Sie dabei unterstützen sollen, Ihre Wahrnehmung und Interpretation bestimmter Angst oder Sorgen auslösender Situationen zu verändern. So soll der Situation ihre Bedrohlichkeit und scheinbare Unüberwindbarkeit genommen werden.

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