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Anzeichen krankhafter Angst
Normale Ängste können nützlich und notwendig sein. Bei einer Angsterkrankung sind die Ängste ausgeprägt, treten häufiger und länger auf und sind den Situationen meist nicht angemessen. Monate andauernde innere Unruhe, Anspannung, Ängstlichkeit oder fortwährende Sorgen und Befürchtungen wegen alltäglicher Dinge können ebenfalls Zeichen einer Angsterkrankung sein.
Hilflosigkeit, Verzweiflung, Angst vor Kontrollverlust oder Schamgefühle führen meist dazu, dass die Betroffenen alle Situationen meiden, die möglicherweise die Angst auslösen könnten. Die Vermeidung kann sogar so weit gehen, dass die Wohnung nicht mehr verlassen wird und sämtliche sozialen Kontakte abgebrochen werden.
Dieses Vermeidungsverhalten, oft ausgelöst durch die Angst vor der Angst, mag kurzfristig zwar ein trügerisches Gefühl der Entlastung bringen. Langfristig gesehen verschlimmert es jedoch jede Angsterkrankung.
Die drei Komponenten der Angst
Angst ist immer aus drei Anteilen zusammengesetzt:
- den Reaktionen des Körpers, z.B. Herzrasen, Schwitzen, Atemnot,
- den Reaktionen im Denken und Fühlen, wie z.B. der Angst, die Kontrolle zu verlieren, bis hin zur Angst, sterben zu müssen,
- den Reaktionen im Verhalten, wie z.B. Flucht vor oder Vermeidung von Angst auslösenden Situationen.
Diese drei Komponenten der Angst treten nicht immer alle gleichzeitig und auch nicht immer gleich ausgeprägt auf. Sie spielen jedoch alle eine wichtige Rolle im so genannten Kreislauf von Angst und Sorgen.
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